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Food Hunter in Istrien

Köche müssen raus in die Welt! Am eigenen Herd nämlich gibt es nur theore­tisch was Neues zu entdecken. Natürlich kaufe ich mir neue Kochbücher, unter­halte mich mit Kollegen,  Kunden und Liefe­ranten. Aber die Produ­zenten lernt man am besten in ihrem eigenen Umfeld kennen.

Vor wenigen Wochen fand in Regensburg das zweite Craftbeer Festival statt. Eine gute Gelegenheit, die Brauer und Mälzer zu treffen, sich gemeinsam mit diesen und seinem Küchenchef verrückte Geschmacks­kom­bi­na­tionen auszu­denken. Klar, das macht Spaß und ist eine schöne und notwendige Flucht aus dem Alltag.

DSC03927Noch besser ist es aber, im Urlaub – mit freiem Kopf und ganz ohne Zwang – zufällig und ohne die Hilfe von Reise­führern, das Gefühl zu erleben, etwas wirklich neues gefunden zu haben. So fühlt sich das wahrscheinlich an, wenn man eine Erstbe­gehung macht. Der Weg ist natürlich schon immer da und sicherlich gibt es den Produ­zenten und damit auch dessen Kunden vor Ort auch schon. Aber du selbst und die Öffent­lichkeit kennen ihn und sein Produkt noch nicht.

Gestern also, als meine Familie die freie Zeit am Meer verbracht hat, musste mein Aktivi­täts­level aufrecht erhalten werden.

Neben den üblichen Einkäufen war ich mit offenen Augen und ohne Zeitdruck unterwegs. Und so trieb ich mich ohne Plan und Ziel im hinteren Teil des Indus­trie­ge­bietes von Porec rum.

Hier stieß ich auf das coole Logo von Bura Brew und folgte diesem bis zu einer neuen, unschein­baren Lager­halle. Völlig ahnungslos über die Größe und den Hinter­grund dieses aufstre­benden Famili­en­un­ter­nehmens klingelte ich und wurde freundlich von  Alessandro Zecchinati empfangen.DSC_0010

Er stellte mir auch gleich seinen Partner Claudio Rossi vor, der gerade beim händi­schen Abfüllen des aktuellen Bieres zugange.

Alessandro erzählte mir auch gleich über die Entwicklung ihres Projektes, den multi­kul­tu­rellen Hinter­grund der Betei­ligten und  die Idee hinter dem Unter­nehmen. Diese könnt ihr am besten hier nachlesen. Ich konnte die Begeis­terung und das Engagement in den leuch­tenden Augen sehen. Natürlich haben wir uns über die Hopfen­sorten, das verwendete Malz und die Idee des Istrien Pale Ale unter­halten.

Gut gefällt mir vor allem DSC_0012das Optimist Golding Ale. Alessandro hingegen war mehr als erstaunt, dass ich ohne Facebook und Twitter, ohne das lesen von Blogs und Inter­views ihre Brauerei gefunden habe “you have a very good nose”. Thanks Alessandro for that experience. Und danke natürlich für die Biere, die es natürlich  bald auch an Hausers Küchen­tisch zu probieren gibt.

Wie immer aber gilt: Qualität bedeutet Beschränkung und Geschmack und Erleb­nisse lassen sich nur sehr bedingt impor­tieren. Wir werden sehen und ihr dürft ein bißchen den Geschmack meines Urlaubs erschmecken. Vielleicht finde ich ja noch das eine oder andere Olivenöl und andere Aromen Istriens.  In diesem Sinne. Prost. DSC_0015

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