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		<title>DNA – Ein Buch – Ein Werk – Eine Erkenntnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 11:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Kein Mensch braucht Kochbücher! Der wunderbare Lupo (Bernhard Lübbers), selbst jetzt als Autor eines Fundamentalwerkes [&#8230;]]]></description>
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<p>Kein Mensch braucht Kochbücher! Der wunderbare Lupo (<a href="https://www.instagram.com/der_buchdoktor/">Bernhard Lübbers</a>), selbst jetzt als Autor eines Fundamentalwerkes über die Geschichte Regensburgs in Erscheinung getreten, brachte mir vor vielen Jahren bei, dass in den ersten gedruckten Kochbüchern aus der Renaissance praktisch keine Rezepte, sondern Anleitungen zum Führen von Haus und Hof, Gesundheitsregeln und andere relevante Erkenntnisse vermittelt werden sollten. Die konkreten Zubereitungshinweise benötigte scheinbar ein Profi in der Küche nicht.</p>



<p>Seitdem ist viel auf dem Kochbuchmarkt passiert: Es gibt unverzichtbare Klassiker, wie das bayerische Kochbuch in über 50 Auflagen, die echte italienische Küche oder den Silberlöffel. Mein erstes “Kochbuch” war ein GU Heftchen über die französische Küche, weil ich als 19 jähriger Zivildienstleistender meine Freundin und zukünftige Frau mit französischer Zwiebelsuppe beeindrucken wollte. </p>



<p>Später habe ich mich gleichsam aus dem Lehramtsstudium heraus gekocht – nur noch weniger dieser 90er Jahre Kochbücher stehen noch in meinem Regal und andere – wie die vegane Küche von Attila Hildmann musste ich im Altpapier entsorgen. Wer aus meiner Sicht im letzten Jahrhundert eine echte Revolution im Kochbuchschreiben eingeleitet hat ist Jamie Oliver. Bis dahin gab es entweder Bücher von Spitzenköchen mit Zutaten, die im Privathaushalt nicht verfügbar waren (200ml demi glace, 1l Kalbsfond aus gerösteten Knochen gezogen – solltet Ihr keinen Bora Herdabzug haben, die Rauchmelder in der Wohnung ausschalten, dann bekommt Ihr garantiert Ärger mit euren Mitbewohnern), oder Essen&amp;Trinken, Feinschmecker, Brigitte und Co, in denen die Bilder so gut designed waren, dass das Nachmachen ein nicht geringes Frustrationspotential bot. Jamie Oliver – möglicherweise weil er Brite und nicht Franzose ist, erlaubte sich frei zu denken und zu kochen und die Regeln zu brechen. Er hat die Hürde des “Richtig machens” geschleift, der Spaß und die Freude am Genuss, nicht das Regelwerk standen im Vordergrund und plötzlich hat man sich wieder getraut. Mut ist beim Kochen (wie auch beim Singen und Malen) übrigens von entscheidender Bedeutung.</p>



<p>Mein Ausbilder pflegte zu mir zu sagen: “Hey Pumuckl, kochen ist bei dir eh Glückssache, gell?” – das hat er Unrecht, der alte Fritz. Der Leitsatz lautet: “Erst Hirn, dann Herd!” Ein großes Glück ist es aber, seine Restaurantküche direkt neben einer der besten Buchhandlungen zu haben. Lalena Hoffschildt hat im Jahr 2024 die <a href="https://www.dombrolit.de/startseite.html">Buchhandlung Dombrowsky</a> am Kassiansplatz übernommen, das ist ein großer Gewinn für Regensburg und mich. Denn Lalena ist nicht nur eine wunderbare Buchhändlerin, sondern vor allem eine Genießerin. Dem Leben, Champagner, Wein und Whisky zugeneigt, erhalte ich von Ihr wunderbare Empfehlungen. Und so kam es, dass ich per Whatsapp dazu eingeladen wurde, einen Blick in das Buch “<a href="https://www.dorlingkindersley.de/buch/alain-ducasse-annika-genning-emmanuel-pilon-jean-philippe-blondet-amaury-bouhours-dna-ducasse-9783985410835">DNA – Ducasse</a>” zu werfen. Nun muss ich vorausschicken, dass ich zwar in den letzten Jahrzehnten immer wieder dekorierte fine dining Küche genießen durfte, aber nicht zu den Sternenfressern gehöre, die die Königsklasse der besternten Michelinküchen sich leisten können. Es gibt einen zweiten Aspekt, der mich bislang eher zu den nose to tail Start-Ups und Neueröffnungen getrieben hat – es ist die Attitüde der klassischen, gerne französischen inspirierten Küche. Dieses mehr Augenmerk auf den exakt geschnittenen Kartoffelwürfel legen, als auf die Kartoffelsorte und deren Herkunft. Ebenso war bislang mein Eindruck, dass die Sterneküche sich aufgespalten hat in auf der einen Seite teuerste Zutaten und auf der anderen Seite in die slow food Seite – farm to table, nose to tail. </p>



<p>Ein weiteres Glück ist, dass unser Kopf rund ist, um das Denken ändern zu können. Der erste Satz in DNA lautet: “Die französische Küche ist keine museale Angelegenheit. Sie entsteht aus vielen Komponenten, ist wendig, weltoffen, verwurzelt in einer bodenständigen Wissenschaft, die sich auf Genauikgkeit und Harmonie gründet. Sie beansprucht keine Erhabenheit, doch aufgrund ihrer weit entwickelten Technik und der Basis der uralten Regelwerke rühmt sie sich einer Flexibilität, durch die sie unabhänging von Raum und Zeit dauerhaft lebendig bleibt.” Dieses eine 536 dicke Buch ist das Werk von Alain Ducasse Emmanuel Pilon, Amaury Bouhours und Jean-Philippe Blondet. Die KI sagt: “Zusammen haben die vier Köche&nbsp;<mark><strong>35</strong></mark><strong>&nbsp;Michelin-Sterne</strong>. Alain Ducasse hält allein 21 Sterne. Die drei Köche Emmanuel Pilon, Amaury Bouhours und Jean-Philippe Blondet halten zusammen die restlichen 14 Sterne, da ihre Restaurants jeweils drei Sterne haben.” Allein das ist monumental. &nbsp;</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="900" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-1200x900.jpg" alt class="wp-image-1397" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-1200x900.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-600x450.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-768x576.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-1536x1152.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113223-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<p>Was dieses Buch aber besonders macht ist der tiefe Einblick in die Arbeitsweise. Der Aufbau von DNA ist folgender: auf Seite 372 findet sich ein Bild und der Name des Gerichtes: Grüner Spargel aus der Provence, Kresse und Nori-Alge. Soweit, so schlicht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="863" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-1200x863.jpg" alt class="wp-image-1398" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-1200x863.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-600x432.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-768x552.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-1536x1105.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2025/12/20251203_113914-scaled.jpg 2002w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<p>Was dann auf den Seiten 374 und 375 folgt sind die Rezepte für: 1. Spargel englische Art  2. Eingelegte Spargel Cornichons 3. Spargel Würze 4. Spargelsauce 5. Wilder Spargel 6. Reis-Chips 7. Räucherkäse 8. Kressepesto 9. Finalisieren und Anrichten. Keines dieser Einzelrezepte hat mehr als 7 Zutaten, keine der Beschreibungen umfasst mehr als 8 Sätze. Aber allein die Umsetzung der Einzelzutat Reis-Chips lautet: <em>Den Reis mit der Tapioka vermischen. In einem Topf mit Wasser bedecken. Alles zum Kochen bringen und langsam 3 Stunden einkochen. Anschließend den gepufften Wildreis untermischen. Die Masse auf einer Silikonbackmatte streichen und mehrere Stunden trocknen lassen. Ais dem Reisbrett Streifen schneiden und diese in Sonnenblumenöl bei 220°C einige Sekunden fritieren.</em> </p>



<p>Das Dessertgericht auf Seite 512 (Rhabarber in Hibiskus, Quark-Sorbet) benötigt 4 weitere Seiten und 11 Rezepte. ABER: jedes einzelne Rezept ist mehr oder weniger schnell auch von geübten Laien umsetzbar. Okay, ich sag mal so: Nach dem letzten Rezept kommen noch ein paar Seiten, ganz lapidar als “Nützliches” bezeichnet und es finden sich ein Einblick in die Speisekammern, das Mise en Place von Emmanuel, Amaury und Jean-Philippe: Meerfenchelessig, Öl mit Tomatenblättern oder Paste aus gegrillter Zitrone. Allein diese Speisekammer dauerhaft verfügbar zu halten ist ein logistischer Aufwand, den man wohl nicht mal so eben in seiner Privatküche stemmt. Dennoch: Solche Gerichte zu präsentieren ist kein Hexenwerk. Es ist das Ergebnis von jahrhunderte langer Kochkultur, Präzision und Expertise, Leidenschaft und dem täglichen Versuch von Perfektion. Es ist vergängliche Kunst, gemacht um wertschätzendes Gastgeben zu zelebrieren. </p>



<p>Wenn ihr in einem Museum für moderne Kunst einen Farbklecks betrachtet und der tumbe Tor neben euch stammelt: “Des kann meine 3jährige Tochter auch”, dann verhält es sich ähnlich wie mit solchen Gerichten, aber genauso auch denjenigen aus einer Streetfood Küche in Marrakesch (die genauso Kultur, Expertise, Tradition und Herzblut verkörpern). Ja – Wenn die Idee und die Zutaten bereitgestellt werden, wenn kein Zeitdruck und keine 40 couverts mit 7 Gängen und den amuse bouche zu bewerkstelligen sind, wenn du keine zwei linken Hände hast und schon mal eine perfekte Nocke ausgestochen hast, dann – ja vielleicht dann – kannst du einen dieser Teller NACHkochen. </p>



<p>Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das auch so gewollt ist. Dass sich dieses Buch lohnt, weil es so viele einzelne Komponenten und Ideen gibt, die nachgemacht werden wollen. Die einen Esprit in die ambitionierte Laien (und Profi-)Küche bringen. Es ist aber viel mehr: Es präsentiert und erklärt Spitzenküche, dieses Buch trägt im besten Fall zur Wertschätzung für Nahrungsmittel und das Erschaffen von etwas Vergänglichem bei. Damit sind wir bei der Kunst angekommen. Der Ton im Konzert verhalt, der Geschmack auf der Zunge wird überdeckt. Was bleibt, ist die Erinnerung, die Dankbarkeit und das Gefühl gesehen und geschätzt worden zu sein. Danke für dieses großartige Geburtstagsgeschenk @Dennis. Meine Bitte, gebt diese Dankbarkeit an die Schaffenden auf der (Koch-)Bühne zurück. Ach, und kauft das Buch – nicht online, sondern in der Buchhandlung Dombrowsky.</p>
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		<title>20 Jahre Hausers Kochlust</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2023 22:13:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Frisch aus der Küche des Offsid3, voller Küchendampf und der Energie eines Gastrotages möchte ich [&#8230;]]]></description>
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<p>Frisch aus der Küche des Offsid3, voller Küchendampf und der Energie eines Gastrotages möchte ich mit Euch ein Jubiläum teilen und vor allem eines Tun: Danke sagen.</p>



<p>20 Jahre Hausers Kochlust</p>



<p>Zwei Tage nach der Geburt meiner ersten Tochter bin ich am 26. November 2003 zum Arbeitsamt in Amberg gegangen und habe einen „Mietkochservice“ als Ich-AG angemeldet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="798" height="1200" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-798x1200.jpg" alt class="wp-image-1366" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-798x1200.jpg 798w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-399x600.jpg 399w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-768x1155.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-1021x1536.jpg 1021w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-1362x2048.jpg 1362w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/lorenz-juni2004-001-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 798px) 100vw, 798px"></figure>



<p>Die Idee war so naiv wie genial – nachdem klar war, dass ich bei unserem ersten Kind daheim bleiben darf, wollte ich dennoch meinen erst frisch gestarteten Beruf als Koch ausüben. Für ein „normales Gastrobeschäftigungsverhältnis zu unflexibel. Für die Übernahme eines Restaurants zu arm und zu grün hinter den Ohren, musste es eine irgendwie geartete Selbständigkeit werden.</p>



<p>Jana Stromberger, die damalige Frau meines Ausbilders Fritz sagte ja: „Aus dir wird nie ein Koch, vielleicht Hoteldirektor“. Und es war ja auch so – von den „normalen“ Abläufen in der a la carte Gastronomie habe ich in 1,5 Jahren Lehrzeit nicht viel mitbekommen. Aber ich mag Menschen. Und so habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und startete ohne eigene Küche bei meinen Kunden zuhause. Kleine Taufen im familiären Umfeld, kleine Caterings in deren Küchen zubereitet. Kochkurse in der VHS Amberg, ein erstes Catering im Amberger Kino. Zum Vorbereiten durfte ich die Küche ins Diakonie Altenheim. Eine gewisse Naivität ist manchmal durchaus hilfreich. Wie oft wurde mir erst nach Auftragsannahme bewusst, welches Versprechen ich zu halten habe. Naja, man wächst mit seinen Aufgaben.</p>



<p>Jahre später, nach langer Suche für einen Ort, an dem ich so gastgeben darf, wie ich es mir und meinen Gästen wünsche, ist dann Hausers Kochlust mit dem Pop-Up Restaurant „Hausers Küchentisch“ in den Blick der Öffentlichkeit geraten und wir konnten wirklich Gäste am Tisch in der Küche bekochen. Weniger als 2 Jahre, aber mit großem Widerhall. Denn mal wieder haben wir alle miteinander etwas völlig Neues gewagt. Gäste und Gastgeber auf Augenhöhe. Live Band Auftritte, eine Kasse des Vertrauens und eine Vorabkasse für ein Überraschungsmenü. Und Ihr habt das einfach mitgemacht. Ihr Gäste, Ihr Co-Gastgeber, Ihr KöchInnen. Danke.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="900" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1-1200x900.jpg" alt class="wp-image-1377" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1-1200x900.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1-600x450.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1-768x576.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1-1536x1152.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG-20211129-WA0002-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>
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<p>Danke an meine Eltern, die auf meine Kinder aufgepasst haben, während ich keinem Lehrerjob nachgegangen bin, sondern eine immer wackelige Selbständigkeit in der Gastronomie gelebt habe. Danke an Kathrin, die mir so viel ermöglicht hat. Danke an alle MitarbeiterInnen in all den Jahren: Phoebe, Suppl, Brauni und Lilli. Christian, meinem Freund, Micha, Astrid, Gen und Margarete. Und danke an Steffi, die mir vor 4 Jahren in die Augen geschaut hat und mich gefragt habe, ob ich eigentlich glücklich sei… – seitdem ist wieder so viel Leben passiert. Ein neues Zuhause, ein „stabilisieren und überwintern“ im Angestelltenverhältnis und jetzt – Küchenleiter. Es ist mir eine wahnsinnige Ehre, neben den lokalen Sterneköchen auch im Regensburger Almanach 2023 einen Platz gefunden zu haben. Das ist alles nicht selbstverständlich und der Weg geht weiter.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="1124" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638-1200x1124.jpg" alt class="wp-image-1370" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638-1200x1124.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638-600x562.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638-768x720.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638-1536x1439.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/20231107_153638.jpg 1537w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<p>Hausers Kochlust gibt es immer noch. Als kleines, intimes Coaching und Cateringsunternehmen. Mit immer noch wahnsinnig vielen Ideen, Optimierungsvorschlägen, weniger Naivität und trotzdem einer riesengroßen Neugier.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="563" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/Logo-2021-Fahrrad-1.jpeg" alt class="wp-image-1378" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/Logo-2021-Fahrrad-1.jpeg 1000w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/Logo-2021-Fahrrad-1-600x338.jpeg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/11/Logo-2021-Fahrrad-1-768x432.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px"></figure>



<p>Ich bin immer noch nicht satt. Es gibt noch so viel zu entdecken. Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Ich will lernen und schmecken. Geschichten hören und erzählen. Teller malen. Persischen Reis kochen lernen, Weinblätter rollen können und Khachapuri in unsere Offsi3 Küche übersetzen.</p>



<p>Mit Euch, allen denjenigen, denen Achtsamkeit und Respekt wichtig ist. Die Wertschätzung mögen und die so hungrig wie ich auf Leben sind.</p>



<p>Auf die nächsten 20 Jahre.</p>
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		<title>Jetzt ist (die) Zeit…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2023 09:40:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[coaching]]></category>
		<category><![CDATA[cum tempore]]></category>
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		<category><![CDATA[mise en place]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade hatte ich ein wunderbares Videocoaching mit Lachen und Tränen. Mit großen Baustellen und ein [&#8230;]]]></description>
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<p></p>



<p>Gerade hatte ich ein wunderbares Videocoaching mit Lachen und Tränen. Mit großen Baustellen und ein paar kleinen Erkenntnissen.</p>



<p><a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/albert-einstein-kurz-nach-dem-urknall-verging-aus-heutiger-sicht-die-zeit-viel-langsamer-a-b4251cf9-c9c1-4d0f-ad97-cf98cac6f0ad">Eine davon ist 14 Milliarden Jahre alt</a>: Die Zeit vergeht unterschiedlich schnell. Offensichtlich ist genug Zeit da, für alles, was notwendig ist. Wir vergessen das im Hamsterrad gern mal – nur wenn es hart auf hart kommt, der Papa stirbt, der Oberschenkelhals bricht oder die Beziehung, dann bleibt die/unsere Zeit plötzlich stehen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1356" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1356" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/20220829_192258-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>
</figure>



<p>Können wir selbst die Zeit anhalten? Ich denke schon. Ich kann mitten im Hauptgang für eine Hochzeit anrichten 1 Minute stoppen und den Tisch abwischen. Ich kann mir beim Gemüse kaufen die Zeit nehmen für ein Gespräch und zu spät zum Termin kommen. Ich kann Termine absagen, Versprechungen aufkündigen und stattdessen mir Zeit nehmen.</p>



<p>Das hat Konsequenzen. Wie jedes Tun oder auch das Nicht-Tun. Nicht alle Reaktionen und Konsequenzen kann ich vorhersagen und richtig einschätzen. Manchmal setzt mein Handeln auch ganz andere, unvorhergesehene Dinge in Gang, es löst was im Umfeld aus. Das braucht schon etwas Mut. Gut ist auch ein sicherer eigener Standpunkt oder mindestens die Überzeugung, dass das, was man da gerade tut (und was Konsequenzen hat) zu Bewegung führen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="797" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-1200x797.jpg" alt class="wp-image-1360" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-1200x797.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-600x399.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-768x510.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-1536x1021.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2023/07/DSC04366-2048x1361.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<p>Andererseits sollte man sich nicht immer zu schnell bewegen. Gerade dann, wenn man (noch) nicht weiß, wo es hin geht. Da macht es ziemlich viel Sinn, sich Zeit zu lassen. Mit denjenigen, mit denen man einen Weg gehen will, die Ziele zu definieren. Keine Ahnung, ob alle das gleiche Ziel haben und die gleiche Geschwindigkeit gehen wollen. Vielleicht müssen wir auch erstmal gemeinsam eine Pause machen und uns neu orientieren. Vielleicht entscheidet sich ja auch jemand, umzukehren oder woanders hinzuwollen. Vielleicht irritiert mich das, weil ich dachte, wir hätten das gleiche Ziel. All das kann passieren, wenn man sich die Zeit nimmt, das nochmal zu klären und vielleicht ist das auch der Grund, warum wir lieber mal schneller laufen, anstatt stehen zu bleiben.</p>



<p>Ich habe unseren Lehrlingen vor ein paar Wochen die Geschichte von dem Mann im Wald erzählt, der mit einer stumpfen Axt einen Baum fällen will. Da kommt ein anderer daher und fragt, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, erstmal die Axt zu schärfen. Die Antwort „dafür habe ich keine Zeit, ich muss erstmal den Baum fällen“ kennen wir glaube ich alle immer mal wieder.</p>



<p>Dieser Text ist mehr ein Plädoyer an mich selbst – sich FreiZeit zu nehmen. Auch wenn ich so viele Pläne und Ideen habe, auch wenn das Paket verschickt, die Sachen in den Keller geräumt, der Container aufgeräumt werden muss. Die Einkaufs- und Kochliste zu erstellen ist, weil ich sonst die Zutaten nicht mehr bekomme. Und nein, das ist kein Work-Life-Balance oder Optimierungsgedöns, sondern einfach eine Wegmarkierung die sagt – nimm Dir Zeit, gönn Dir. Bleib stehen und schau.</p>



<p>Lass mal die anderen, das Leben nachkommen und lauf auch dann nicht gleich weiter. In und nach Corona waren wir ausgebremst und wollten endlich wieder durchstarten. Und jetzt merken wir, dass wir dafür gar nicht die Puste haben, dass die Reserven aufgebraucht sind. Bedeutet das nun, alt und lethargisch zu sein? Ich denke nicht. Es ist vielmehr die Erkenntnis, dass schneller in die falsche Richtung zu laufen, dich auch nicht eher ans Ziel bringt. Und vielleicht schärfe ich ja gerade meine Axt…</p>



<p>PS: mein liebster Freund Onkel Thoma nimmt sich gerade die Zeit, sein Weingeschäft <a href="https://cumtempore.net/">cum tempore</a> neu aufzustellen, wenn er soweit ist, dann rennt ihm ganz schnell die Bude ein!</p>
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		<title>silwy® – Werbung, wem Werbung gebührt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2022 16:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr kennt das – bevor man es kannte, konnte man ohne das Ding leben, aber [&#8230;]]]></description>
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<p>Ihr kennt das – bevor man es kannte, konnte man ohne das Ding leben, aber jetzt möchte man es einfach nicht mehr missen.</p>



<p>In unserer Küche bin ich derjenige, der die meisten Ausstattungsgegenstände griffbereit haben will: Natürlich meine Messer, aber eben auch meine Lieblingszange, die runde Edelstahl-Barschaufel, die schwarze Pinzette und die flache Palette. Andere Dinge finde ich so gut, dass ich diese mit bestem Gewissen weiterempfehle und auch verkaufe. Dazu gehören die Microplane Reibe (und zwar nur das Original), Soulbottles und das Sonnenglas. Gerade bei Soulbottles und dem Sonnenglas mag ich neben der Qualität vor allem den Projektaspekt und den guten Kontakt zu den Herstellern. Wie auch bei Lebensmitteln gilt – ich will wissen, wo es her kommt, wer es zu welchen Bedingungen produziert hat. Es gibt so viel Schrott für die Küche, Highlight ist immer noch die „Erdbeerstrunkpinzette“, aber heute geht es nicht ums Schrottwichteln, sondern um die Begegnung und ein neues Gadget, in das ich mich in diesem Sommer verliebt habe und das ich Euch empfehlen möchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">silwy®</h2>



<p>Die Geschichte dazu lautet: Im August habe ich mit meiner Mama einen Ausflug zu den Orten Ihrer Kindheit in den bayerischen Wald gemacht. Das war eine ganz besondere Erfahrung.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1331" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1331" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220809_154059-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>
</figure>



<p>Am Bahnhof Kalteneck – einem der Erinnerungsorte – stach mir ein Fahrzeug mit Werbeaufschrift ins Auge. Ich hatte tatsächlich in diesem Moment noch nichts von der Firma silwy® gehört und mir war auch nicht bewusst, dass ich mich in unmittelbarer Nähe zum Firmenstandort befinde.</p>



<p>Was ich aber gleich gemerkt habe – da sind irgendwie ein spannendes Produkt und fröhliche Mitarbeiter am Start. </p>



<p>Was ist dieses silwy®?</p>



<p>Die Marketingabteilung hat mir geschrieben, das Produkt wäre erklärungsbedürftig und ich solle was zu den Metall-Nano-Pads schreiben. Tu ich gleich, aber ganz ehrlich:  silwy® setzt die Schwerkraft außer Kraft. Gläser für <a href="https://www.bayrisches-woerterbuch.de/pflotsch-der/">Pflotsches </a>wie mich (<em>Pflotsch [bfloudsch] der, plumper, tollpatschiger, ungeschickter Mensch</em>). Mir selbst tatsächlich fällt nur selten das Glas aus der Hand, aber unsere Katzen finden Eiswürfel super spannend. Mein Balkon befindet sich im windumblasenen 4. Stock. Campingtische wackeln gern mal. Alles in allem gute Gründe, Sorge um sein Weinglas zu haben. Wenn wir über die Südsteiermark zum Camping nach Slowenien fahren, dann habe ich was Gutes im Glas, versprochen. Und wenn ich Glas sage, meine ich Glas – nicht Pappbecher, nicht Emailtasse, ich meine hochwertiges Glas, denn das hat der Wein verdient.</p>



<p>Ich mag Schönes. Noch lieber mag ich Schönes, in das Gutes kommt. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1338" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1338" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220829_192258-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"><figcaption class="wp-element-caption">Blick von der Kästenburg</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="540" height="1200" data-id="1336" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-540x1200.jpg" alt class="wp-image-1336" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-540x1200.jpg 540w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-270x600.jpg 270w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-768x1705.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-692x1536.jpg 692w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-922x2048.jpg 922w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220824_142519-scaled.jpg 1153w" sizes="(max-width: 540px) 100vw, 540px"><figcaption class="wp-element-caption">Knappenhof</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1341" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1341" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/20220830_090102-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"><figcaption class="wp-element-caption">Bei Ilse</figcaption></figure>
</figure>



<p>Es ist: Regional produziertes Geschirr, Gläser und Zusatzgadgets in die ein Magnet vergossen ist und als Gegenstück ein dazu passendes Metall-Nano-Pad, das bewirkt, dass das Geschirr sicher auf dem Pad steht. So kann man alles sowohl sicher transportieren und in allen möglichen Situationen sicher am Tisch, Boot, Camper oder Zelt platzieren. Funktioniert es – hält das? Und wo?</p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/12/Camping_Video_1x1.mp4"></video></figure>



<p>Die Antwort ist: <em>Ja, aber…</em> Je glatter die Oberfläche, desto besser. Nicht gut bei großer Hitze am Amaturenbrett, auf grobporigem Holz eher schlechter (ist aber kein Problem, weil die Pads abwaschbar und beliebig oft verwendbar sind). <em>Also ja ohne Aber!</em> Kein Geklapper in der Geschirrbox beim Transport, keine Sorge um den edlen Tropfen oder den dringend benötigten Kaffee in der Tasse.</p>



<p>Diejenigen, die mich schon mal haben Packen sehen, die wissen: Ich organisiere im e2 Format. Das ist die (rote) Fleischerkiste: 600x400x200mm. Stapelbar, Abwaschbar, Organisierbar. Wie wunderbar wäre es eigentlich, wenn also eine Lieblingsgadgetkiste mit Griff und Deckel innen mit Nano-Klebepads ausgestattet, mein Messer, meine Weingläser, meine Microplane Reibe beinhalten würden und noch dazu die paar Grundgewürze. Ich glaub, ich muss mit dem Team von silwy® da mal in die Produktentwicklung gehen. Eine sauber geplante Küche in der Box mit hochwertigem Inhalt meiner Lieblingshersteller. Das wäre dann Hauser ToGo. </p>



<p>Meine Lieblingsentdeckung und Empfehlung des Jahres für alle, die es so wie ich wertig mögen. Vielleicht ja noch ein<a href="https://silwy.de/?sPartner=Hausers-Kochlust"> Last-Minute Weihnachtsgeschenk</a> für Camper, Segler und pflotschige Katzenfreunde. </p>



<p>Fürs Protokoll, Internetanwälte und alle, die es noch nicht gemerkt haben: Ja, dieser Artikel enthält bezahlte Werbung. 😉</p>
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		<title>Kumpfmühl Kulinarisch 1 – Jade, Land in Sonne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 10:42:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist so eine Sache mit Geheimnissen – ich kann diese nicht gut für mich [&#8230;]]]></description>
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<p>Es ist so eine Sache mit Geheimnissen – ich kann diese nicht gut für mich behalten. Schon gar nicht, wenn es um Geheimtipps beim Essen geht. Außerdem gilt es, diejenigen die es verdient haben, zu unterstützen.</p>



<p>Wer in unserer großen Kleinstadt oder kleinen Großstadt wirklich Weltläufigkeit finden will, wer so ein kleines bisschen das Flair des Mannheimer Hafens oder Kopenhagen schmecken will, der muss nach 93051. Dem vielleicht hipsten Viertel im dann doch eher provinziellen oder schmucken Regensburg. Klar – innerstädtisch gibt’s da das Obermünsterviertel (das ich selbst ja schon kulinarisch mitgestalten durfte).</p>



<p>Aber wie hört sich das für Euch an: Tankstelle – Kleingartenanlage – Schwarze Eier mit Tofu?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1324" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_195258-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<p>Das Kleingartenrestaurant gleich an der Autobahnauffahrt in der Augsburger Strasse hat stürmische Zeiten hinter sich. Pächterwechsel bis hin zu Brandstiftung machen den Ort zwar nicht zu einem Hot Spot, aber es riecht nach Hot Pot.</p>



<p>Die Wirtin Lui Junli ist in der Gastroszene in Regensburg durchaus keine Unbekannte und man hat den Eindruck, dass sich hier jemand auf seine kulinarischen Wurzeln besonnen hat und keine europäisierte Süß-Sauer Küche anbietet. Kein Pho bis Sushi Einerlei, sondern Aromen, wie ich Sie zuletzt auf der Slowfood Konferenz in Chengdu geschmeckt habe.</p>



<p>Diejenigen Google Rezensionen, die sich auf Burger, Schnitzel und Co beziehen, kann man getrost vergessen, denn im Restaurant (nicht auf Lieferando) werden mindestens originelle Gerichte angeboten, auch wenn mein europäischer Gaumen nicht einschätzen kann, inwieweit diese Originale sind. Eines aber traue ich mir duchaus zu raus zu schmecken – ein ganz eigenes Aromenspiel, eine klare Präsentation und eine fast schon schelmische Freundlichkeit.</p>



<p>So bleibt mir nur, Euch das <a href="https://landinsonne-regensburg.de/">Jade ‑Land in Sonne</a> heftigst zu empfehlen. Aus reinem Eigennutz, denn je erfolgreicher ein Gastrobetrieb ist, desto öfter habe auch ich in Zukunft die Chance, den Rest der Karte durchzuprobieren.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1318" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1318" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185528-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"><figcaption class="wp-element-caption">Huhn – Erdnuss – Salat</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1319" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1319" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185532-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1320" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1320" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_185535-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="540" data-id="1321" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-1200x540.jpg" alt class="wp-image-1321" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-1200x540.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-600x270.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-768x346.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-1536x692.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/20221108_190357-2048x922.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"></figure>
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		<title>Erst die Moral, dann das Fressen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2022 10:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe gestern voller Freude und Lust Schinkennudeln mit Ketchup auf Instragram gepostet und damit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe gestern voller Freude und Lust Schinkennudeln mit Ketchup auf Instragram gepostet und damit vermutlich bei vielen Followern ein Lächeln auf die Lippen und Speichelfluss im Mund erzeugt. Kindheitserinnerungen geweckt und einen Diskurs ausgelöst.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="1305" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-20200508-WA0089.jpg" alt class="wp-image-1305" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-20200508-WA0089.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-20200508-WA0089-450x600.jpg 450w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px"></figure>



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<p>Einerseits ist es wunderbar, wenn wir uns über derartige Banalitäten auseinandersetzen können. Andererseits bringt es mich zum Nachdenken und verstärkt eine Einschätzung, die ich schon länger mit mir rumtrage. Diejenigen, die meinen Kochstil, mein Engagement für Slow Food, gute Lebensmittel und alles, was damit zu tun hat kennen, die wissen, dass ich diesbezüglich nicht gänzlich auf der Brennsuppn daherschwimm. Es gibt immer noch den über allem stehenden Satz eines Leipziger Koches: „Es gibt Dinge, die tut man nicht“. Was das ist, muss wohl jede/r selbst definieren.</p>



<p>Aber zum Nachdenken hat mich der Satz einer begnadeten Hobbybäckerin gebracht, die kommentierte: „Man darf es ja nicht laut sagen, aber ich liebe Ketchup zum Spiegel-Ei.“ Leute, was ist los mit uns? Mit uns sind in diesem Fall alle Slowfoodies, ErnährungsumstellerInnen, ethischen EsserInnen, Buddah-Bowl-Esser gemeint. Ich habe vor ungefähr 10 Jahren zum ersten Mal von „<a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/2017-10/clean-eating-gesundes-essen-denkmuster?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F">Clean Eating</a>“ gehört und neben ganz vielen „Ja – Na klar- eh – stimmt“ in meinem Magen war damals schon ein Gefühl des Unwohlseins. Da geht es mir genauso, wie wenn ich in einer Schulklasse Kochunterricht halte und eine Karotte her zeige – kannste drauf warten, dass die SchülerInnen dir was vom Vitamingehalt, den Vorteilen von Rohkost und der Notwendigkeit, Karotten mit Öl zu ergänzen erklären. Da sagt aber niemand: Die ist so hart. Da wackelt mein Zahn. Von Karotten bekomm ich Schluckauf oder was anderes ganz Normales. Prof. Dr. Gunther Hirschfelder hat an mit seinem Lehrstuhl an der Universität Regensburg umfassend herausgearbeitet, wie sehr Ernährung soziologisch und moralisch aufgeladen ist.</p>



<p>Du bist, was du isst, wird heute zu: Dein Konsum und Deine Ernährung retten die Welt. Im Umkehrschluss also – Dein Konsum zerstört die Welt, bzw. wenn du das moralisch Verwerfliche isst, dann bist Du für die Klimakatastrophe, die Ungerechtigkeit in der Welt, Migrationsbewegungen und die Zerstörung unserer Mutter Erde verantwortlich. Stimmt ja auch! Schmeckt ihr es auch? Diesen moralinsauren Nachgeschmack? Diesen Blick in den Einkaufswagen vor dir und den Film über die Lebens- und Einkommensverhältnisse derjenigen vor Dir an der Kasse? Die Scham über die Lust auf geschmolzenen Käse?</p>



<p>Ich hatte vor kurzem eine Cateringanfrage zu einem Patiententag. Anforderung an das Catering war Logi-Kost. Daraufhin habe ich mich mit Steffi unterhalten, die Ihr Leben lang mit Ihrem Körper und dessen Bedürfnissen beschäftigt ist und sein wird. Das Problem an all den Vorgaben für gute Ernährung ist der moralische Druck. Die Scham. Das Wissen darum, dass man früher oder später Scheitern wird und damit zum schlechteren Menschen wird. Was ist passiert mit uns, dass der Luxus und die Freude für gutes Essen (ja – Gut kann und muss definiert werden) nicht ohne Schuld gelebt werden kann? Nochmal – wer mich kennt, der weiß, wie wichtig mir die Übernahme von Verantwortung, gerade für das, was in meinem Topf und auf Eurem Teller landet – ist.</p>



<p>Anderseits heißt meine Firma „Hausers KochLust“. Lust. Nicht KochFrust. Nicht KochEthik. Nicht KochDichZumBesserenMenschen. Natürlich auch nicht Hausers Völlerei. Wobei das eigentlich mal ganz lustig wäre. Nach der Pandemie. So ein ausgelassenes Gelage, eine spätrömische Orgie, ein ordentliches Besäufnis. Nein – darum geht es mir gar nicht.</p>



<p>Dieser Artikel ist kein Plädoyer für billige All-You-Can-Eat-Buffets. Er ist ein Plädoyer für Freude und Lust. Gegen fundamentalistische und fast religiöse <a href="https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2010/699/reinheit-im-christlichen-glauben-meint-ethische-reinheit">Reinheit</a>. Dieses Clean geht mir so richtig auf die Eier. Es entspricht halt so richtig dem Optimierungswahn, der Ausgrenzung von Ungenormten.</p>



<p>Food muss instagrammable sein und gleichzeitig ethisch korrekt. Superfood, am besten regional und noch dazu mental fit machen.</p>



<p>Was ist eigentlich aus der Kartoffel geworden, die man mit der Gabel in der Soße manscht. Vorsicht Kohlenhydrate! Ist die Soße laktosefrei? Kann man da auch ne vegane Bratensoße dazu machen? Jaha. Kann man. Is halt….</p>



<p>Noch schlimmer ist, dass auf Insta und anderen Social Media Kanälen uns Filme von „Essenzubereitungen“ eingespielt werden, in denen Menschen mit schwarzen Gummihandschuhen „Lebensmittel“ unbekannter Herkunft in Form bringen. Das Ergebnis ist im besten Fall „yummie“.</p>



<p>Was für ein Hohn. Wie weit entfernt von echtem Genuss, wahrer Lust und dem Erleben mit allen Sinnen ist das denn? Da ist es dann auch völlig egal, ob die Karotten handgestreichelt wurde – es bleibt halt online food porn.</p>



<p>Und so bleibe ich dabei – Verantwortungsübernahme ist selbst kochen, selbst scheitern, sich seinen Gelüsten hin zu geben und im Zweifel auch selbst zu seinem Magen beim grummeln zuzuhören.</p>



<p>Und ja – Schinkennudeln mit Ketchup. Gerne mit Wurstresten (zero wast) oder Eiernudeln vom Bauernhof. Wenn vorhanden mit hausgemachtem Ketchup. Die Zwiebeln vorher eingesalzen, dann umami braun gebraten. Eier von glücklichen Hühnern drüber und Käse mit einer Microplane Reibe flockig. Niemand hat gesagt, dass Soulfood nicht gut sein kann. Nur weil irgendwer was schlecht macht, ist das Konzept deshalb noch nicht schlecht. Und Mamaküche ist halt einfach immer gut!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="1200" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1-960x1200.jpg" alt class="wp-image-1303" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1-960x1200.jpg 960w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1-480x600.jpg 480w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1-768x960.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1-1229x1536.jpg 1229w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221105_111924_233-1.jpg 1440w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px"></figure>
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		<title>Preis.Wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 12:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorgestern hatte ich mit einem Freund eine emotionale Diskussion. Es ging um vordergründig um Funnel [&#8230;]]]></description>
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<p>Vorgestern hatte ich mit einem Freund eine emotionale Diskussion. Es ging um vordergründig um Funnel Marketing und Landingpages. Kein Grund für eine Auseinandersetzung möchte man meinen, aber es schwingt ja immer mehr mit bei all denen, deren Business mehr ist als Cash-Flow. Mal wieder ist es dabei völlig wurscht, ob Du Schreiner bist, Übersetzerin, Sängerin oder Koch und Coach.</p>



<p>Wer das was er oder sie tut mit Leidenschaft macht, wer hinter dem steht, was er anbietet, der wird mit dem, was dafür bezahlt wird, auch bewertet. Vom Applaus allein können weder Krankenpfleger und Ärzte, noch Musiker leben. Nun beißt sich die Katze so ein bisschen in den Schwanz, wenn man Selbständig ist und sich in einem Marktumfeld bewegt, wo es ortsübliche Preise für ein Produkt gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Marketing und Kalkulation</h2>



<p>Natürlich gibt es sowohl für Kalkulationen als auch für Marketing Modelle, Regeln und Gesetze. Je individueller ein Produkt allerdings ist – also im besten Sinne Handwerk, welches von Dir produziert wird, desto individueller muss auch die Adaption der Regeln werden. Modelle – so hab ich das zumindest gelernt, sind idealtypische Annahmen unter Ausschluss bestimmter Faktoren (nämlichen den Individuellen). Es wäre naiv nun angesichts dieser Argumentation sich nicht mit Regeln auseinanderzusetzen – es gilt immer noch: Du musst die Regeln kennen, um sie (bewußt) zu brechen.</p>



<p>Um was geht es hier jetzt eigentlich? Es geht um Respekt, Haltung und gute Ergebnisse. Es geht mir um das Miteinander von Anbietern und Kunden. Es geht darum, dass ich und andere sich in den letzten Jahren davon verabschieden, sich ihr Angebot vom Markt, sich Ihre Preise von den Kunden, sich Ihre Wertschätzung über die Rechnungsstellung diktieren zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geld und Emotion</h2>



<p>Ich möchte Ihnen von meinem Papa erzählen. Er hatte Finanztest abonniert, war Sozialversicherungsfachangestellter und was Geld angeht, viel strukturierter und organisierter, als ich das je sein werde. Wenn es mit meinen Eltern finanzielle Absprachen gab, wenn ich mir Geld geliehen habe, dann hat er das mit einem „Vertrag“ fixiert. Darauf waren die Absprachen festgehalten und dann – dann wurde erst wieder drüber gesprochen, wenn die Rückzahlung anstand oder etwas verändert werden musste. Mit der klaren Definition, dem Festschreiben gelang es, Geld zu ent-emotionalisieren. Für diesen Lehre vom guten Leben bin ich dir dankbar, Papa.</p>



<p>Was hat das nun mit meiner Kalkulation, meinem auf der Homepage veröffentlichten Preisen, mit Funnel Marketing zu tun. Oder um die Frage des Freundes von Vorgestern aufzunehmen: „Sind die Preise, die Du aufrufst, eine bewusste Provokation?“ Nein, bei weitem nicht. Das was ich tue und wie ich es tue, beruht darauf, dass ich mit Kunden auf Augenhöhe unterwegs sein will. Dass ich – wie von meinem Papa beigebracht – so lange an den Bedingungen und Absprachen feilen will, bis sie klar sind. Aber dann, dann möchte ich Coachen und Kochen, mich auf mein Gegenüber und tolle Lebensmittel konzentrieren und nicht über das Geld nachdenken. Und genau das gilt auch für meine Gäste und Kunden. Es muss klar sein, woran man ist, wofür man zahlt (vorab).</p>



<h2 class="wp-block-heading">8 Sekunden</h2>



<p>Ja, weiß ich. Das ist die gemessene Aufmerksamkeitsspanne für Landing Pages.</p>



<p>(Wäre mal spannend, was die gemessene durchschnittliche Zeit vom Einkauf, über die Zubereitung bis hin zum Abspülen des Geschirrs nach dem Essen ist. Oder das Vorheizen des Ofens für die Fertigpizza oder die Wartezeit auf den Lieferdienst.)</p>



<p>Auf meiner Seite gibt es viel zu lesen. Ich zwinge diejenigen, die auf meiner Seite verweilen, dazu sich Zeit zu nehmen. Weil ich es nämlich, wenn ein Erstkontakt zustande kommt, auch tue.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orientieren</h2>



<p>Auf meiner Seite stehen Preise weit oben unter der Überschrift Orientieren. Es ist irgendwie immer ein Weg den man miteinander geht. Da macht es durchaus Sinn, sich das Höhenprofil des Berges mit der persönlichen Ausrüstung, der Motivation und den Ressourcen in Einklang zu bringen. Mich möchte niemand auf eine Alpenüberquerung mitnehmen, auch wenn ich gerne den Sonnenaufgang über Südtirol sehen würde. Aber dafür reicht mein Fitnesszustand halt ned aus. Besser, ich und die anderen TourenteilnehmerInnen wissen das vorher. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht mit Menschen kochen, denen die Herkunft Ihrer Lebensmittel wurscht ist. So ist das halt – nicht alles passt für alle. Und genau deshalb ist es meine Art des Trichters, ehrlich und offen am Anfang zu sagen, was meine Leistung wert ist.</p>



<p>Es ist auch meine Art so viel zu schreiben. Weil das Erklären wichtig fürs Verstehen ist. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie gerade hoffentlich Sie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Landing Pages</h2>



<p>Der Coach behauptet von sich, strukturgebend zu arbeiten. Inwiefern passt das damit zusammen, dass ich und mein Angebot auf gewisse Weise gesucht und gefunden werden wollen? Ist es vielleicht sogar eine Form der Arroganz, nicht regelkonform, nicht einfach und schnell, nicht auf dem Silbertablett präsentierend zu arbeiten? Mir geht es um Passgenauigkeit. Das, was am Ende eines gemeinsamen Weges steht, soll Zufriedenheit, vielleicht sogar Glück sein. Dafür muss man sich dann schon ein bisschen anstrengen. Nicht nur ich als Anbieter, sondern auch Du als Kunde. Den erwanderten Sonnenaufgang gibt es nicht ohne Mühe. Ständige Verfügbarkeit von Tomaten oder Erdbeeren sind eben nicht beglückend, sondern die selbstgepflückten, sonnenwarmen. Kann ich dabei helfen, das Richtige für Dich zu finden – absolut! Kannst Du Dir sicher sein, dass ich der richtige Guide bin? Sicher nicht, ohne sich gegenseitig kennen zu lernen und gemeinsame Ziele zu suchen. Landing Page – Landeseite: Klar! Dieser Blog ist so eine, ein Platz für Gedanken, Austausch und Kennenlernen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wert</h2>



<p>Ich bin es mir wert – zufrieden mit und für freundliche Menschen arbeiten zu dürfen. Du bist es mir wert – auf dem Markt einkaufen zu gehen oder den Coachingraum gut vorzubereiten. Meine Profession ist es mir wert, denn Kochen (und Coachen) ist mit einer hohen Verantwortung verbunden. (nochmal, es geht um Zufriedenheit und Glück für alle, die Bestandteil dieser „Achtsamkeitskette“ vom Feld bis auf den Teller, von der Spülerin bis hin zu den Gästen)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Preis</h2>



<p><em>Und was kost jetz des, wenn ich für 10 Leute Essen bestell?&nbsp; Ja nix, weil ich so nicht arbeite.</em></p>



<p>Eines ist ganz einfach – bei aller Begeisterung für meine Profession ist Selbständigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht verbunden. Deshalb ist die Kalkulation ganz einfach: Meine Gäste kommen für alle Kosten auf und zahlen zusätzlich einen angemessenen Stundenlohn sowie die entsprechenden Steuern. Klingt ziemlich uncharmant, ist aber der Deal. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass die Konzeptionierung eines Veranstaltungskonzeptes, die Weitergabe von Ideen und das Erstellen eines Angebotes auch Zeit in Anspruch nimmt? Diese Zeit zahlt wer? Die Kunden!</p>



<p>Ist das bei anderen Dienstleistungen anders? Natürlich nicht. Ist es klug, das so deutlich zu formulieren oder sollte man diese Kosten irgendwo versteckt einpreisen? Ich frage mich, was macht das für einen Sinn, wenn ich mit meinen Auftraggebern auf Augenhöhe unterwegs sein will? Transparenz, Ehrlichkeit und Freundlichkeit müssen in der Waage sein.</p>



<p>So… Jetzt hat mich in diesem Moment eine mögliche Kundin angerufen und nach Fingerfood für nächste Woche angefragt. Wir haben uns Zeit genommen und ich habe nach Anlass und Gästen gefragt. Ich habe Sie beraten und werde gleich einen Menüvorschlag schreiben, der Aufstriche aus der Levante Küche und vegetarisches Curry enthält. Wäre schön, wenn ich die Bedürfnisse richtig verstanden habe und wir zusammen kommen. Regel und Standard wäre gewesen, ein Angebot für Canapees aus den Untiefen der Dateiablage zu ziehen. Weil Sie ja danach gefragt hat. Aber das ist Blödsinn – ich bin Berater und Koch. Kein Kochautomat. Das ist auch nicht was meine Kunden erwarten dürfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Friends will be Friends</h2>



<p>Mein lieber Freund – ich danke Dir für den Abend vorgestern und dafür, dass Du mir Anlass gegeben hast, mich mal wieder in Frage zu stellen. Dafür dass ich mir Zeit nehmen musste, diesen Artikel zu schreiben und dafür, dass ich gezwungen wurde, eine andere Sicht und Perspektive einzunehmen. Das ist immer wieder wichtig und dennoch kann es sein, dass nach einem Coaching jemand sagt: „Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück“</p>
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		<title>Mr. Smith schlägt zu…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 09:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Alter weißer Mann antwortet (nicht nur) alten weißen Frauen Gewalt ist keine Lösung! Körperliche Gewalt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Alter weißer Mann antwortet (nicht nur) alten weißen Frauen</h2>



<p>Gewalt ist keine Lösung! Körperliche Gewalt und Waffengewalt sind zu Recht geächtet, denn wir möchten alle so gerne daran glauben, dass Sprechen, Diplomatie und verbaler Diskurs die bessere Lösung oder zumindest die weniger destruktive Art und Weise ist, mit Problemen umzugehen.</p>



<p>Nun haben wir bei der Oscar Verleihung eine Handlung erlebt, die mit ihrer Bildstärke Reaktionen provoziert, eigene Vorstellungen und Bilder, Werte und Rollen verdeutlicht und diese werden nun in vielen Kolumnen und Essays publiziert.</p>



<p>Es finden sich Zitate wie: „Der Mann ist als Konzept ja bekanntlich ein Auslaufmodell“ – “Der Mann ist in seiner Lächerlichkeit kaum zu überbieten“ – &nbsp;„Hier kehrt etwas Archaisches zurück Männer, wenn sie sich angegriffen fühlen, dürfen Gewalt einsetzen“, bis hin zu Analogien zum italienischen und deutschen Faschismus.</p>



<p>Wer schreibt das und warum? Wir haben Bilder von Krieg und Zerstörung im Kopf. Bilder von Müttern mit Kindern, die aus einem Leben vertrieben werden, wie wir es kennen. Die Metoo-Debatte ist eng verknüpft mit Missbrauch gerade im Umfeld von Hollywood. Und – es geht um Haare. Haare!</p>



<p>Ein Mann schlägt einen anderen Mann, weil der einen Witz über die Haarlänge seiner Frau gemacht hat. Wie leicht ist es da, das als Anlass zu nehmen, um über Männlichkeit, Gewalt, Gleichberechtigung und den Zustand unserer Gesellschaft eine Haltung einzunehmen.</p>



<p>Es zeigen sich aber noch weitere Deutungsmuster in der Debatte. Kurze Haare als Symbol für Emanzipation. Patriarchales Verhalten, indem der Mann „die Ehre der Frau verteidigt“ und sie damit daran hindert, sich selbst zu äußern. Selbstdarstellung, „Krokodilstränen eines Schauspielers“.</p>



<p>All das sind Zuschreibungen, eigenen Bilder, Rückgriffe auf bekannte Deutungen und oft argumentieren wir in eine Richtung, die für uns als richtig definiert ist. Es geht also um Selbstbestätigung und Überzeugung der verehrten Leserschaft von der eigenen Haltung.</p>



<p>Mein eigener Impuls als Reaktion auf die Bilder war Zustimmung für das Verhalten von Will Smith, welche ich auch öffentlich gemacht habe und berechtigterweise damit einen Diskurs ausgelöst habe. Warum habe ich der Idee zugestimmt, laut und öffentlich gegen eine Beleidigung der eigenen Familie vorzugehen? (um es nochmal klar zu sagen – Gewalt ist keine Lösung)</p>



<p>Weil ich eigene Bilder und Wertvorstellungen habe, die man auch als patriarchalisch definieren kann. Das ist: ein ausgeprägter Sinn für Loyalität. Die Überzeugung, für Schwächere einstehen und aufstehen zu müssen. Der Glaubenssatz, dass das Vergraben und Verschweigen von Konflikten zu inneren Verletzungen führt. Ein Gerechtigkeitssinn, der es beizeiten erzwingt, gegen das Verschweigen, das leise Wegducken anzukämpfen.</p>



<p>Mir sind die Gegenargumente zu dieser Haltung bewusst. Damit kann es passieren, dass man Verantwortung für Menschen übernimmt, die das gar nicht wollen oder brauchen. Es kann übergriffig sein, sich einzumischen.</p>



<p>An all jene, die dieser Argumentation folgen: Wie lange wollt ihr Euer Appeasement, Eure Contenance eigentlich noch aufrecht erhalten? Wie lange könnt und wollt ihr Zuschauen, an die Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen appellieren?</p>



<p>Als J.K. Rowling begonnen hat, sich transphob zu äußern („people who menstruate“), als Alice Schwarzer sich gegen geschlechtliche Selbstbestimmung ausgesprochen hat, als Tessa Ganserer im Bundestag aufs schlimmste diskriminiert wurde, da wäre es guter Moment gewesen, sich über Geschlechterrollen, auch alte weise weibliche pseudofeministische Positionen, zu äußern.</p>



<p>Nicht allein das Männlichkeitsbild, nicht allein ein Patriachat, das sich als beschützend definiert, nicht allein die Frage, wie laut und aggressiv wir streiten wollen und können, ohne verletzend zu werden, müssen diskutiert werden. Sondern auch in gleicher Weise, wie übergriffig es ist, Trans‑, Queer- und Heteromenschen ein Verhaltens- und Lebenskonzept vorschreiben zu wollen, welches in die eigene Wertvorstellung passt. Dazu passt ausgezeichnet die Debatte Fridays for Future und Dreadlocks bei weißen Musikerinnen. Dazu passt die Debatte um Cancel Culture und die Frage, wie weit die Debatte um kulturelle Aneignung gehen darf. &nbsp;</p>



<p>Hier schreibt ein alter weiser Mann, tätowiert, mal mit regenbogenfarbenen Haaren, mal mit Dreadlocks, mal dominant in der Erziehung, mal mit Makita und Nagellack Kräutertöpfe bastelnd. Er lässt sich die Wäsche von seiner Freundin waschen und bügeln, trägt den Müll runter und schwere Sachen in den vierten Stock. Liebt scharfe Messer und geht mit seinen Kindern auf den CSD….</p>



<p>So what! Wollen wir jetzt anfangen zu werten, was davon richtig, angemessen und erlaubt sein soll? Wer kann aus dieser Beschreibung erkennen, wie die Rollenverteilung, wie die Erziehung, wie ein Geschlechterbild ist? Probieren Sie es doch einfach mal selbst aus. Erklären Sie sich. Beschreiben Sie sich und Ihr Verhalten ehrlich. Und fragen Sie sich, ob all die Zuschreibungen, die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln und moralischen Stoppschilder wirklich hilfreich sind für einen ehrlichen, offenen Diskurs. Besser noch – fragen wir diejenigen, die wir beschützen wollen vor Diskriminierung und Gewalt in jeder Form. Fragen wir diejenigen, denen wir helfen wollen, was Sie wirklich von uns wollen und brauchen. (Wie hab ich mich aufgeregt, als Menschen Ihre Altkleider entsorgt haben und das als Hilfe für Kriegsflüchtlinge definiert haben.)</p>



<p>Vielleicht ist es hilfreich, die Frage zu stellen: „Was bist du noch?“, außer männlich, schwarz, Schauspieler. Außer weiß, weiblich, jung. Außer jung, non-binär, k‑pop Fan.</p>



<p>Mich hat die Debatte zum Nachdenken gebracht – ich hoffe Sie auch. Ach. Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Gewalt (körperliche, militärische, seelische, verbale) ist keine Lösung.</p>
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		<title>Punk(t) – Kitchen // Re(h)serviert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2022 13:31:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Artikel wird eine ultimative Lobhudelei, eine Liebeserklärung an einen Küchenstil, an eine Art des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieser Artikel wird eine ultimative Lobhudelei, eine Liebeserklärung an einen Küchenstil, an eine Art des Gastgebens, der Aufbruch in den Frühling und ein Dankeschön, für Stunden des Genusses und der Gastfreundschaft. </p>



<p>In meiner Kindheit hat die westliche Welt am Hohen Bogen, am Rachel und am Arber geendet. Heute ist der Böhmerwald, der Nationalpark das Zentrum Europas. Der Tourismus im Bayerischen Wald hat einen Strukturwandel hingelegt, der Respekt abnötigt. </p>



<p>Mit einer Selbstverständlichkeit und Coolness werden hier Konzepte, Orte und Genüsse geschaffen und angeboten, die mehr Hand und Fuß haben, mehr Qualität bis ins Detail, als die eine oder andere Hipster-Szene Kneipe von Kopenhagen bis Amsterdam nur ahnt. Ich meine damit cooles Camping/Wellness/Schmausen in der “<a href="https://www.schnitzmuehle.de/" data-type="URL" data-id="https://www.schnitzmuehle.de/">Schnitze</a>”, Bar und Eventkultur in der <a href="https://roteres.de/">Roten Res</a> oder eben Kulinarik im <a href="https://www.rehserviert.de/">Re(h)serviert</a>. Die <a href="https://butterboyz.de/de">Butterboyz</a>. Stefan Penningers hochprozentiges <a href="https://www.penninger.de/">Genusszentrum</a>. Die Orte dazu heißen Viechtach, Bodenmais, Frauenau, Regen und Waldkirchen. Ich sehe gerade vor meinem inneren Auge die FAZ und Süddeutsche Magazin LeserInnen und höre Sie erstaunt sagen – “Ach guck mal, ich dachte da wäre noch gar nichts erschlossen.”</p>



<p>Ich hadere gerade mit mir, ob ich nun loslegen soll mit einer Hymne auf den gestrigen Abend und damit im besten Fall eine Lawine an Buchungen los trete. Ich tu es einfach in der Hoffnung, dass für uns im Re(h)serviert auch dann noch ein Platzerl frei und Zeit für eine Zigarette mit den Tätowierten ist. </p>



<p>Also – <a href="https://www.instagram.com/marlene_berger_/">Marlene Berger</a> kennt man in der Gastroszene seit vielen Jahren. Hangar‑7, The Taste…- irgendwie war immer klar, dass Sie irgendwann einem eigenen Konzept Ihre Handschrift geben wird. (Wenn ich von Marlene schreibe, meine ich das ganze Team mit – kennt Ihr – Mitgemeint… Is aber ernstgemeint von mir und Ihr LeserInnen wisst, dass ich mir über das Thema Teamplay Küche Produzenten Gäste durchaus im Klaren bin.) Das dies nicht in Berlin oder London, sondern im Bayerischen Wald mit dem Re(h)serviert der Fall ist, bedeutet für mich einen gewissen Standortvorteil.</p>



<p>Ich habe vorab darum gebeten, dass Steffi und ich das Überraschungsmenü (mit Mini-Portionen für die Steffi) bekommen dürfen. Wo immer möglich mache ich das seit Jahren so – die Köche und die Küchen einfach machen lassen. Zurücklehnen, freuen, überraschen lassen. Kocht doch, was Ihr wollt! Weil es ein Zeichen von Respekt ist und so wie bei einer Massage – ich sag doch nicht: Links hinten in kreisenden Bewegungen. Vertrauen (mal wieder) in Profis. Vorfreude. Und die wurde nicht enttäuscht. </p>



<p>Das Re(h)serviert ist im Sommer 2021 an den Start gegangen – auf dem Gutsgelände der von Poschingers (schlappe 1000 Jahre Geschichte in der Region). Vorher war es das Gutsgasthaus und aus den Google-Rezensionen kann man lesen, dass es auch (wenige) Gäste gibt, die mit dem Wandel nicht glücklich sind. Jetzt ist es ein Nose-to-Tail Konzept, dass die Achtsamkeitskette von Lebensmitteln zelebriert. Ihr wisst schon, das Ding mit der Verantwortung, wo an jeder Stelle alle Energie der Natur und der Menschen, alle Arbeit und aller Fleiß zerstört werden, wenn man nicht darauf aufpasst oder achtlos damit umgeht.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="900" height="1200" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1-900x1200.jpg" alt data-id="1265" data-full-url="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1.jpg" data-link="https://geniesserstammtisch.de/?attachment_id=1265" class="wp-image-1265" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1-900x1200.jpg 900w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1-450x600.jpg 450w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1-768x1024.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1-1152x1536.jpg 1152w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0025-1.jpg 1440w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px"></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="270" height="270" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/20220219_210524-270x270-1.jpg" alt data-id="1258" data-full-url="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/20220219_210524-270x270-1.jpg" data-link="https://geniesserstammtisch.de/?attachment_id=1258" class="wp-image-1258"></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="900" height="1200" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2-900x1200.jpg" alt data-id="1264" data-full-url="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2.jpg" data-link="https://geniesserstammtisch.de/?attachment_id=1264" class="wp-image-1264" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2-900x1200.jpg 900w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2-450x600.jpg 450w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2-768x1024.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2-1152x1536.jpg 1152w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-20220219-WA0024-2.jpg 1440w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px"></figure></li></ul></figure>



<p>Marlene kocht auf den Punk(t). Unser Menü war nicht schnörkellos, aber ohne Schäumchen.  Es war frech: Schon im ersten Gang eine Linsencreme mit gepoppten, karamelisierten Linsen. Es war mutig: Carpaccio vom Rehfilet (natürlich aus den eigenen Wäldern) mit scharf eingelegten Tomaten. Dazu ein extra kühler Spätburgunder. Ach, da war ja was: Die Weinfolge – macht einfach. Cremant weitertrinken ist übrigens immer eine gute Idee. Der Hauptgang (dazwischen war noch echt geiler Fisch mit Estragonöl und so). Ein gebackenes Gockerl mit Rote Beete Knödel gefüllt (bis hierhin saugut, aber klassisch), dazu Lauch (Asche // Püree // gedünstet)  – Fine Dining like angerichtet (Motto, wir können wenn wir wollen) und Salzzitronen von ner Freundin mit Zitronenbaum aus Frankfurt. </p>



<p>Oida – die haben geknallt, haben das Huhn noch mal in ne ganz andere Richtung geschossen. Das ist kein Mainstream, “schmeckt scho” Dings mehr. Das ist genau soviel drüber, wie es notwendig ist, um neue Dimensionen zu eröffnen. Es war achtsam und liebevoll – fein nuancierte Aromen, angenehm kleine Portionen, ein sanftes Gleiten mit prickelnder Vorfreude auf die nächste Überraschung. Kein – entweder schön angerichtet oder Soulfood. Kein – “Das muss hier sein”, oder “wir zeigen, dass wir Sterneküche können”. Keinerlei Angeberei beim Anrichten. Einfach pur und auf den Punkt.</p>



<p>Nochmal – wir sprechen über ein Wirtshaus in Oberfrauenau. Wir sprechen über einen Ort, an dem klassisch gekocht wird. Wo gelacht wird und am gestrigen Abend war Marlenes Familie da (Alles Gute zum Geburtstag Sepp!). </p>



<p>Ich wünsche mir und Euch, dass Ihr Euch diesen Punk erhaltet, die Chuzpe und die Überzeugung einfach das Richtige zu tun. Dass euch die Gäste und Mitarbeiter die Bude einrennen, Lieferanten stolz sind, dass mit Ihren Produkten bei Euch gekocht wird und ich noch mit ganz vielen Freunden und Kollegen zu Euch kommen darf. </p>



<p>PS: Es gibt deshalb keine ausgeleuchteten Insta-Foodporn-Bilder vom Essen, weil es einfach zu lustig, zu gut, zu angenehm war und meine Konzentration auf dem Abend, der Begegnung und dem Genuss lag.</p>
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		<title>Vertrauen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Hauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 17:15:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Schreiben hier soll mir dabei helfen zu verstehen – Eure Kommentare können noch weiter [&#8230;]]]></description>
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<p>Das Schreiben hier soll mir dabei helfen zu verstehen – Eure Kommentare können noch weiter helfen. Eine Frage treibt mich seit Monaten – eigentlich seit es den Impfstoff für alle verfügbar gibt – um. </p>



<p>Warum gibt es in der Gruppe derjenigen, die das Leben <a href="https://hbdm.ch/index.php/philosophie.html">holistisch </a>betrachten, eine derart verbreitete Abneigung gegen die Schulmedizin, bzw. die aktuell verfügbaren Impfstoffe.</p>



<p>Das ist nun erstmal eine persönliche Wahrnehmung, deshalb habe ich versucht, diese These zu verifizieren. Es gibt zur Fragestellungen einige Zeitungsartikel über den Zusammenhang mit Homöopathie. Einige Zeitungskommentare, relativ viel Meinung und wenig Ahnung. Eine Studie hab ich dann doch noch gefunden: <a href="https://viecer.univie.ac.at/coronapanel/">https://viecer.univie.ac.at/coronapanel/</a></p>



<p>Letztendlich gibt es wohl mehrere Beweggründe sich freiwillig (oder noch nicht) mit mRNA Impfstoffen nicht impfen lassen zu wollen. Mich interessieren nicht die “Freien Sachsen” und auch nicht ein in im anatolischen “Asyl” hetzender Hirsekasper.</p>



<p>Mich interessiert, warum Menschen in meinem persönlichen Umfeld, die sich achtsam und freundlich engagieren, warum diejenigen, die sich intensiv mit sich selbst und anderen beschäftigen, denen körperliche und seelische Gesundheit wichtig ist, warum genau diese “erwachten” Menschen das gesamtgesellschaftliche, solidarische Konzept einer Impfung ablehnen. Es sind aktive SportlerInnen, HeilerInnen, GastronomInnen, KrankengymnastInnen, Spürende und in allen anderen Lebensbereichen mitfühlende, nette Menschen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="960" height="673" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/vaccantion.jpg" alt class="wp-image-1246" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/vaccantion.jpg 960w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/vaccantion-600x421.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/vaccantion-768x538.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px"></figure>



<p>Aus den Veröffentlichungen kann man <a href="https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Pocken-Polio-Corona-Geschichte-des-Impfens-und-seiner-Gegner,impfen446.html" data-type="URL" data-id="https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Pocken-Polio-Corona-Geschichte-des-Impfens-und-seiner-Gegner,impfen446.html">historische Erklärungen</a> von Beginn der ersten Impfstoffe finden. Es scheint eine große Abneigung gegen Fremdkörper im eigenen Körper zu geben. Was umso erstaunlicher scheint, da Viren ja auch ebensolche sind. Dies führt zur zweiten Annahme – nämlich, dass die Idee der “Selbstheilungskräfte” tief verankert und verwurzelt im Denken derjenigen ist, die eine Abneigung gegen chemisch oder auf Grundlage von Gentechnik entwickelte Medizin haben. </p>



<p>Nachdem ich mehrfach auf “Schuster bleib bei deinen Leisten” verwiesen haben, gilt das selbstverständlich auch für mich und ich werde ausschließlich historische, soziologische, allenfalls psychologische Aspekte streifen. </p>



<p>Der Pazifist und Hinduist Mahatma Ghandi (dessen Zitat ich auf den Arm tattowiert habe) sagte laut <a href="https://www.derstandard.de/story/2000123455429/impfgegner-reaktionaerer-widerstand-seit-200-jahren">Artikel vom Februar 2021 im Standard</a>: <em>“Der Impfstoff ist eine schmutzige Substanz und es wäre närrisch zu erwarten, dass eine Art Schmutz eine andere entfernen kann.” Die Krankheit Pocken verklärte der Inder zu einer Art Stahlbad.&nbsp;Sie seien als “eines der besten Hilfsmittel der Natur dafür anzusehen, das im Körper angesammelte Gift loszuwerden und eine normale Gesundheit wiederherzustellen.”</em>&nbsp; </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1200" height="789" src="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-1200x789.jpg" alt class="wp-image-1245" srcset="https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-1200x789.jpg 1200w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-600x394.jpg 600w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-768x505.jpg 768w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-1536x1010.jpg 1536w, https://geniesserstammtisch.de/wp-content/uploads/2021/12/HK_130417_0073-2048x1347.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px"><figcaption>Portrait Christoph Hauser Koch Hausers Kochlust Foto: www.florianhammerich.com</figcaption></figure>



<p>Nun ist eine asiatische Weltreligion für einen old white men aus Europa kaum zu begreifen und deshalb auch nicht bewerten, aber der eine Aspekt, nämlich den “Mensch als rationales Wesen das Maß aller Dinge” zu sehen und damit in die volle Verantwortung für sein Handeln, seinen Status und sein Glück zu nehmen, empfinde ich als enorm schwierig. Nicht, weil ich persönlich nicht bereit bin Verantwortung zu übernehmen, aber weil ich es persönlich erlebt habe, wie gnadenlos (und hier passt der christliche Begriff als Gegenentwurf) es ist, wenn lebensbedrohlich erkrankten Menschen empfohlen wird, in sich nach Unaufgelöstem und Gründen für die Krankheit zu suchen. Diese Hoffnung, nämlich dass es in Ordnung ist, sich Lasten von den Schultern nehmen zu lassen, sich verlassen zu dürfen auf Hilfe und Kompetenz von Menschen, Systemen und Wissenschaft, letztendlich das grundsätzliche Vertrauen in Institutionen ist sicherlich Voraussetzung für das Loslassen.</p>



<p>Meine dritte These also lautet: Die Suche nach Erklärung, das Ergründen von Ursache und Wirkung, die Selbstoptimierung und das Fragen nach dem Warum ist eine Allmachtsphantasie, die uns immer wieder ergreift. Nichts davon ist grundsätzlich schlecht. Ich plädiere in einem Artikel, der um das Verstehen ringt, doch nicht für das Glück des tumben Tors. Ich will es ja selbst wissen und in der Hand haben. Daran arbeiten und bin davon überzeugt, dass Resilienz etwas ist, das nicht zuletzt auf dem Erleben von Selbstwirksamkeit beruht. </p>



<p>Dennoch – Vertrauen in die Kompetenz und die guten Absichten ist der Schlüssel. Ohne dieses Vertrauen zweifeln und verzweifeln wir. Urvertrauen ist die Grundlage für stabile soziale Beziehungen. Es beruht auch auf gemeinsamen, verlässlichen Regeln. Wenn ich mich darauf verlassen kann, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem Überfahren einer grünen Ampel nicht angefahren werden, dann entstresst mich das. Wenn ich mich grundsätzlich darauf verlassen kann, dass das Wasser, welches aus der Leitung kommt mich nicht krank macht, die Luft die ich atme mich nicht vergiftet und die Medizin die ich empfohlen bekomme, mich schützt oder gesünder macht, dann kann ich mich auf die anderen, ausreichend vorhandenen Herausforderungen des Lebens konzentrieren. Wenn – aus welchen Brüchen oder Erfahrungen auch immer – die Grundfesten immer wieder in Zweifel gezogen werden müssen, dann muss ich alles hinterfragen. </p>



<p>Der Grund für meine Anfangsfrage ist: ich selbst bin davon überzeugt, dass Impfen ein solidarischer Akt ist. Solidarität und Vertrauen sind der Kit unserer Gesellschaft. Sich darauf verlassen können, dass wir gemeinsame Werte teilen, dass uns geholfen wird, wenn wir hinfallen, dass mein Gegenüber es gut mit mir meint. Ich möchte diese Utopie weiterleben und weitergeben. Ich möchte mich auf meine holistischen Freunde verlassen können, dass Sie mitmachen bei der Solidarität. Ich verspreche Euch im Gegenzug, dass Ihr Euch auch auf mich verlassen könnt, dass ich da bin, wenn Hilfe gebraucht wird. </p>



<p>Lasst uns Vertrauen – und solidarisch sein! </p>



<p>gezeichnet: Son of a preacherman</p>



<p></p>



<p> </p>
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